Was Leser über dieses Buch sagen:
"Zauberhaft! Ein Mädchen und eine kleine Fee versuchen das Märchen Rotkäppchen und der böse Wolf zu ändern. Leicht verständlich und flüssig lesbar. Ein total niedlich Kinderbuch mit zauberhaften Illustrationen." (Bea Brandt)
"Einfach nur schön! Der Zauberstab klemmt und eine stocktaube Großmutter! Schöne Ideen bildhaft umgesetzt. Genau so muss ein Kinderbuch sein." (Liana)
"Ein märchenhaft schönes Märchen in Wort und Bild!" (Andreas Arnold)
"Geschichte und Bilder sind total süß. Total lustig sind die Gespräche geschrieben. Diese Geschichte ist einfühlsam, geheimnisvoll und zuckersüß!" (Caether)
"Eine Fee, die Fee heißt – darauf muss man auch erst einmal kommen. Ich finde diese Geschichte frisch und nicht erstaubt geschrieben." (Lena Marie)
"Ein wunderschönes Bilderbuch. Die Geschichte ist witzig und neu. Die Bilder sind wunderschön und passen zur Geschichte. Ein schönes Buch zum Vorlesen." (Patza)

Mädchen und Fee retten das Rotkäppchen
Text und Illustrationen von Marion Becker
Copyright 2012 Marion Becker
Smashwords Edition

Lizenzbedingungen
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Inhaltsverzeichnis
1 Das Geheimnis
2 Eine Fee kommt zu Besuch
3 Drei Wünsche
4 Eine sehr schwierige Aufgabe
5 Probleme mit dem Zauberstab
6 Hinter dem Rotkäppchenhaus
7 Zauberstolz
8 Die Zeit drängt
9 Begegnung mit Rotkäppchen
10 Ein teuflischer Plan
11 Der Hinterhalt
12 In der Falle
13 Stubenarrest
14 Piratenalarm
15 Der letzte Zauber
16 Der Rettungsplan
17 Aufbruch
18 Die Großmutter
19 Wolf im Anmarsch
20 Rauchende Köpfe
21 Eine unsanfte Landung
22 Die Jägersöhne
23 Jenny lockt den Wolf
24 Der goldene Stern


Wenn die Mutter abends Jennys Zimmertüre hinter sich schloss, wurde Jenny munter. Unter ihrem Bett war ein geheimes Versteck. Darin lag Opas alte Grubenlampe. Die zog Jenny hervor, setzte sie sich auf den Kopf, schlüpfte unter die Bettdecke und las Märchen.
Doch Jenny las nicht jedes Märchen, sondern nur die allerschrecklichsten: Märchen mit Hexen, bösen Zwergen oder Wölfen.


Eines Nachts las Jenny das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Da ertönte ein merkwürdiges Zischen. Und weil Jenny sich vor nichts und niemand fürchtete, lugte sie hinter ihrem Buch hervor. Auf dem Bücherstapel neben dem Bett sprang eine kleine, pummelige Person herum, gerade so groß wie Jennys Hand. Auf dem runden Kopf wuchsen die krausesten Haare, die Jenny je gesehen hatte, und auf dem Rücken zitterten zwei halb durchsichtige Flügel. Das seltsame Wesen schüttelte wie verrückt einen winzigen Zauberstab.
Jennys Stimme klang fast gar nicht ängstlich, als sie fragte: „Wer bist du?“
Nun blickte ihr die kleine Person direkt in die Augen und spottete: „Du bist mir eine Märchenleserin, die noch nicht einmal eine Fee erkennt!“


Jenny zuckte zurück. Es stimmte zwar, dass sie keine Ahnung von Feenmärchen hatte, doch das hätte sie nie im Leben zugegeben. So log sie: „Ich wollte ja bloß wissen, wie du heißt.“
„Dann musst du mich fragen, wie ich heiße“, belehrte sie die Fee.
„Wie heißt du?“, fragte Jenny. Sie tat als sei sie sehr genervt.
„Ich heiße Fee“, antwortete die Fee freundlich.
Jenny tippte sich mit dem Zeigefinger an die Stirn. „Das ist doch kein Name!“, prustete sie.
„Wenn du alles so genau weißt“, entgegnete die Fee, „dann sage mir, warum ich hier bin.“
Jenny überlegte: „Du bist eine Fee? Dann willst Du mir drei Wünsche erfüllen!“


„Du hast wirklich überhaupt keine Ahnung von gar nichts, Mädchen!", rief die Fee, die Fee hieß. "Ich werde demnächst 100 Jahre alt. Darum muss ich mir meinen ersten goldenen Feenstern verdienen.“